Herbstliches Kürbisbrot: saftig, nussig und lange weich
Festes Kürbispüree macht dieses Herbstbrot goldgelb und hält die Krume mehrere Tage weich. Dazu kommen Kürbiskerne, ein milder Hefeteig und ein leicht nussiger Geschmack, der morgens mit Butter genauso gut passt wie abends zu einer Schüssel Suppe. Das Brot wird mit Hokkaido gebacken, den du vor dem Garen nicht schälen musst. Auch Butternut funktioniert, wenn du ihn vorher schälst und das Püree anschließend gut abtropfen lässt. Der entscheidende Kniff liegt in der Flüssigkeit: Kürbis bringt selbst Feuchtigkeit mit, deshalb gibst du das Wasser nach und nach zum Mehl und lässt einen kleinen Teil zunächst zurück. So bleibt der Teig formbar statt klebrig. In der Anleitung erfährst du, woran du ein ausreichend festes Püree erkennst, wie du den Hefeteig knetest und gehen lässt und wann das Brot fertig gebacken ist. Außerdem findest du Tipps zum Ersetzen eines Teils des Mehls, zum Aufbewahren und zum Servieren. Mit wenigen Zutaten entsteht ein herzhaftes Kürbisbrot, das sich gut vorbereiten und in Scheiben einfrieren lässt.

Herbstliches Kürbisbrot mit Kürbiskernen
Hokkaidokürbis gibt diesem Brot eine goldene Krume und hält sie mehrere Tage weich. Das Brot wird mit Hefe gebacken, schmeckt leicht nussig und passt zum Frühstück ebenso wie zu einer herzhaften Suppe. Wichtig ist ein eher festes Kürbispüree: Ist es zu wässrig, wird der Teig klebrig und geht schlechter auf.
Zutaten für ein Brot
- 250 g Kürbispüree: Hokkaido muss nicht geschält werden. Butternut eignet sich ebenfalls, sollte aber vor dem Pürieren geschält werden. Verwende kein gewürztes Kürbiskuchen-Püree aus der Dose.
- 500 g Weizenmehl Type 550: Es ergibt einen elastischen Teig. Für einen kräftigeren Geschmack kannst du bis zu 150 g davon durch Vollkornmehl ersetzen. Der Teig wird dann etwas kompakter.
- 7 g Trockenhefe oder 20 g frische Hefe: Beide Varianten lockern den Teig. Frische Hefe zuerst im lauwarmen Wasser auflösen.
- 100 ml lauwarmes Wasser: Halte zunächst 20 ml zurück. Kürbispüree enthält unterschiedlich viel Flüssigkeit, deshalb braucht der Teig nicht immer die ganze Menge.
- 1 TL Zucker oder Honig: Eine kleine Menge unterstützt den Start der Hefe und macht das Brot nicht süß.
- 10 g Salz und 2 EL neutrales Öl oder Olivenöl: Salz würzt den Teig, Öl macht die Krume geschmeidig.
- 2 EL Kürbiskerne: Sie kommen in den Teig und auf die Oberfläche. Sonnenblumenkerne sind ein passender Ersatz.
Schritt für Schritt backen
- Kürbis garen: Heize den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor. Halbiere einen kleinen Hokkaido, entferne die Kerne und schneide das Fruchtfleisch in Würfel. Verteile sie auf einem Blech und röste sie 25 bis 30 Minuten, bis sie weich sind. Rösten statt Kochen verhindert, dass das Püree zu viel Wasser aufnimmt. Püriere die Würfel fein und lass das Püree abkühlen, bevor es in den Teig kommt. Für das Rezept benötigst du 250 g.
- Teig mischen: Gib Mehl, Trockenhefe, Zucker und Salz in eine große Schüssel. Füge Kürbispüree, Öl und zunächst 80 ml Wasser hinzu. Vermenge alles mit einem Löffel, bis keine trockenen Mehlstellen mehr zu sehen sind. Ist der Teig bröselig, gib das übrige Wasser schluckweise dazu.
- Kneten: Knete den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche etwa 8 bis 10 Minuten von Hand oder 6 Minuten mit der Küchenmaschine auf niedriger Stufe. Er soll weich und elastisch sein und sich größtenteils von der Schüssel lösen. Falls er stark klebt, knete einen Esslöffel Mehl ein. Arbeite nicht gleich viel Mehl ein, denn ein etwas weicher Teig ergibt ein saftigeres Brot. Knete zum Schluss die Kürbiskerne unter.
- Erste Gehzeit: Forme eine Kugel und lege sie in eine leicht geölte Schüssel. Decke sie mit einem sauberen Tuch ab und lass sie an einem zugfreien, warmen Ort 60 bis 90 Minuten gehen. Der Teig sollte ungefähr doppelt so groß sein. Ist die Küche kühl, kann es länger dauern; richte dich nach dem Volumen statt nur nach der Uhr.
- Formen und erneut gehen lassen: Drücke die Luft vorsichtig aus dem Teig und forme einen länglichen Laib. Lege ihn auf ein mit Backpapier belegtes Blech oder in eine gefettete Kastenform von etwa 25 cm Länge. Decke ihn ab und lass ihn weitere 30 bis 40 Minuten ruhen. Er ist bereit für den Ofen, wenn eine leichte Fingerdelle langsam zurückspringt.
- Backen: Heize den Ofen rechtzeitig auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor. Bestreiche den Laib mit etwas Wasser und streue die übrigen Kürbiskerne darauf. Backe das Brot 15 Minuten bei 200 °C, reduziere dann auf 180 °C und backe es weitere 25 bis 30 Minuten. Es ist fertig, wenn die Kruste kräftig gebräunt ist und der Laib beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt. In einer Kastenform kann es einige Minuten länger brauchen.
- Abkühlen: Nimm das Brot aus der Form und lass es auf einem Gitter mindestens eine Stunde abkühlen. Schneidest du es zu früh an, kann die feuchte Krume zusammengedrückt und klebrig wirken.
Servieren und aufbewahren
Schneide das Brot in etwa 1,5 cm dicke Scheiben. Mit Butter oder Frischkäse kommt der nussige Kürbisgeschmack gut zur Geltung; für eine herzhafte Brotzeit passen reifer Käse oder ein Aufstrich aus Kräutern. Kurz getoastete Scheiben bekommen eine knusprige Oberfläche und eignen sich auch als Beilage zu Kürbissuppe. Für eine süßere Variante kannst du beim Kneten einen halben Teelöffel Zimt ergänzen und das Brot mit Honig servieren.
Bewahre das vollständig abgekühlte Brot in einem Brotkasten oder locker in einem sauberen Tuch auf. Es bleibt etwa drei Tage saftig. Zum Einfrieren schneidest du es in Scheiben und legst Backpapier zwischen die Stücke. So kannst du einzelne Scheiben entnehmen und direkt im Toaster aufbacken.

Dieses Kürbisbrot verbindet eine weiche, goldene Krume mit dem nussigen Biss der Kürbiskerne. Wenn du das Püree fest hältst und das Wasser vorsichtig zugibst, lässt sich der Hefeteig gut formen und geht gleichmäßig auf. Probiere das Rezept an einem kühlen Herbsttag aus und lass das Brot nach dem Backen vollständig abkühlen, bevor du es anschneidest. Mit etwas Vollkornmehl wird es kräftiger, Sonnenblumenkerne passen ebenfalls gut in den Teig. Zum Frühstück schmeckt eine Scheibe mit Butter oder Frischkäse; als Beilage passt das Brot zu Suppe und Ofengemüse. Übrig gebliebene Scheiben kannst du einfrieren und später kurz toasten. Wenn du eine Variante ausprobierst, teile deine Änderungen oder deinen Tipp in einem Kommentar. Vielleicht wird daraus dein fester Begleiter für die Kürbiszeit.

Herbstliches Kürbisbrot
Würziges Kürbisbrot mit Buttermilch und Kürbiskernen. Das Kürbispüree kann gekauft oder aus Hokkaido selbst zubereitet werden.
Zutaten
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230 g Hokkaido, roh, entkernt und mit Schale (für selbstgemachtes Püree)
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45 g Wasser (für selbstgemachtes Püree)
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250 g Buttermilch
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15 g frische Hefe
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350 g Weizenmehl Type 550
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275 g Weizenmehl Type 1050
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250 g Kürbispüree, gekauft oder selbstgemacht
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13 g Salz
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75 g Kürbiskerne
Anweisungen
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Schritt 1
Für selbstgemachtes Püree den Hokkaido mit 45 g Wasser weich garen und fein pürieren. 250 g abwiegen. -
Schritt 2
Hefe in der Buttermilch auflösen. Mit Kürbispüree, beiden Mehlsorten und Salz zu einem Teig verkneten. Kürbiskerne unterkneten. -
Schritt 3
Teig abgedeckt etwa 2 Stunden gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist. Zu einem Laib formen und weitere 30 Minuten gehen lassen. -
Schritt 4
Bei 200 °C Ober-/Unterhitze etwa 50 Minuten backen. Vor dem Anschneiden auskühlen lassen.
Wichtige Informationen
Nährwerte (Pro Portion)
Es ist wichtig, diese Informationen als ungefähr zu betrachten und nicht als definitive Gesundheitsberatung zu verwenden.
Allergie-Informationen
Bitte überprüfen Sie die Zutaten auf mögliche Allergene und konsultieren Sie bei Zweifeln einen Gesundheitsfachmann.





